Laklone – Lakritzes „Klonschwester“… ;-)

… „Huhuuuu! Ick muss euch jetzt unbedingt wat vermaunzen: Als die olle Schnecke aus München die Mama Ina in Berlin besucht hat, wollte sie unbedingt die Lakritze mitnehmen, und zwar so doll, dass die Mama dann am Bahnhof, als die olle Schnecke wieder heim jefahren ist, sogar Kofferkontrolle gemacht hat. Deshalb hat die Münchnerin dann ooch janz betüddelt drinjeguckt…

… Wat die Mama Ina aber nich mitjekriegt hat war, dass die olle Schnecke janz viel Haare von da Lakritze mitjenommen hat, die muss sie immer heimlich in da Nacht uffjesammelt habn. Und als sie wieder daheeme war, hat se sich in die Küche einjeschlossn, und ein Lapoor oder wie det heeßt uffjebaut, und die janze Nacht damit jearbeitet. Dat hat jebrodelt und jezischt, geraucht und jestunken, und uff een Mal hat det janz laut „Krawumm!“ jemacht, und denn bin icke auffem Küchentisch jehockt, icke, die Laklone, dat Klon-Schwestalein von da Lakritze…

… Die olle Schnecke behandelt mia jut, da kannste nich meckern, gibt mia viele feine Leckerlis, und streichelt mia viel – und ick mach dann ooch so’n komischen „Rollmops“ (Purzelbaum 😉 ) wie meine Schwesta, und kratz und beiss dann janz doll, wenn die Olle mia am Bauch kraulen will 😂 – aba stellt euch vor, die will, det ick Bayerisch maunzen lerne! Icke! Ne Berliner Klonkatze durch und durch! Nee, nee, nee, det kommt jar nich in die Tüte! Niemalsnienicht! – So jetzt muss ick uffhörn mit da internetten Vermaunzerei, die olle Schnecke kommt zurück! Macht et jut, bis denne, ihr Lieben!…

Einen lustigen, bepelzten Gesellen…

… traf ich neulich, als ich auf Wanderschaft war. „Komm, leg‘ dich ein wenig zu mir!“, schnurrte er mir zu. „Lasst uns zu Zweit die Wärme der Straße genießen.“ Und schlangengleich wand er sich auf dem sommerheißen Pflaster hin und her. Ich lachte ihm zu: „Mein lieber Freund, das dauert Stunden, bis ich erst einmal da unten bei dir bin, und danach würde ich wohl nicht mehr auf die Beine kommen.“ – „Wie schade!… Dann kraul‘ mir doch bitteschön wenigstens ein bisschen den Bauch.“, erwiderte der bepelzte Geselle und drehte sich einladend auf den Rücken…

Nach langer Wanderung…

… waren mir die Beine so schwer, der Rucksack zerrte unsanft an Nacken und Rücken, und mein Ziel schien noch so unendlich weit, obwohl nur mehr wenige hundert Meter entfernt. Dann sah ich dich, und beim Blick in deine herrlichen bernsteinfarbenen Augen schöpfte ich neue Kraft und Zuversicht, und mit deinem Bild in meinem Herzen ging ich locker ausschreitend dem Ende meiner Reise entgegen…

Weiße Schönheit…

Die Katze

Komm, schöne Katze, und schmiege dich still

An mein Herz, halt zurück deine Kralle.

In dein Auge ich träumend versinken will,

Drin Achat sich verschmolz dem Metalle.

Wenn meine Hand liebkosend und leicht

Deinen Kopf und den schmiegsamen Rücken,

Das knisternde Fell dir tastend umstreicht

Sanft, doch berauscht vor Entzücken,

Dann seh‘ ich sie. Und ihres Blickes Strahl

Er scheint dem deinen, schönes Tier, zu gleichen,

Ist tief und kalt, scharf wie geschliffner Stahl,

Und feine Düfte fühl‘ ich zitternd streichen,

Gefährlich süßen Hauch, der gluterfüllt

Den weißen Leib von Kopf zu Fuß umhüllt.

Charles Baudelaire

1821-1867

 

Meine Chefin…

… Auf meinem Hauptblog http://freidenkerin.com sind die Kapazitäten so gut wie ausgeschöpft. So bin ich nun damit beschäftigt, die alten Posts auf meinen Zweitblog Stupor Mundi auszulagern. Dabei stieß ich auf diese Huldigung an meine geliebte Mieze Smokey:…

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… Smokey 1. Juli 1996 – 15. Oktober 2013…

Unser Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, seit sehr vielen Jahren ausgesprochen beliebt, hat einmal diesen herrlichen Ausspruch getan: “Meine Frau und ich sind die Hausangestellten zweier Katzen, die in unserer Wohnung fürstlichst residieren.” Das trifft den Nagel schon äußerst genau auf den Kopf…

… Vor etlichen Jahren saß ich inmitten meiner neuen und noch ausgesprochen spärlich möblierten Behausung und zog Bilanz. Ich hatte eine sehr turbulente, Nerven zerfetzende und dramatische Partnerschaft mit einem Alkoholiker überstanden und leckte mir immer noch eifrig die Wunden. Trotz aller durchlittenen Schrecknisse, so ein kleines bißchen störte mich das Alleinesein doch. Einen Untermieter aufnehmen? Eine Wohngemeinschaft gründen? Auf “Männerjagd” gehen? – Kommt überhaupt nicht in Frage!

Eine meiner damaligen Arbeitskolleginnen löste das Problem. Ihre Nachbarin hätte ein allerliebstes, drei Monate altes, getigertes Kätzchen namens Smokey und sei drauf und dran, dieses ins Tierheim abzugeben… Mich haben Katzen seit jeher fasziniert und angezogen. Also war ich auf Anhieb begeistert, diesen kleinen Stubentiger bei mir aufzunehmen.

Sie saß ganz würdevoll, elegant und adrett auf dem Beifahrersitz, als sie mir gebracht wurde. Der Wagen bog in die schmale Straße ein und sie guckte hoch, wie ich da so auf dem Balkon stand und wartete, und der Blick ihrer wunderschönen, großen, grünen, gescheiten Augen verhakte sich tief in meinem Herzen und hat es bis zum heutigen Tage nicht mehr los gelassen. Sie weiß das genau und kann mich in Nullkommanichts mühelos um die kleine Pfote wickeln. Ich bin ihr verfallen. Sie maunzt – mittlerweile verstehe ich ihre Sprache, eine Mischung aus Lauten, Gesten, Mimik und Blicken sehr gut – und ich gehorche…

Smokey liebt ihre kleinen Rituale über alles: Die ausführliche Taschenkontrolle, wenn ich nach Hause komme. Sie belagert meinen Lesesessel, wenn ich’s mir an einem Regentag mit einem dicken Wälzer darin gemütlich machen will. Sie wird zur absoluten Nervensäge, zur unerträglichen Pest, wenn ich es wage, ein Brathendl zu essen. Nach dem Duschen putzt sie mir mit ihrer kleinen Raspelzunge die Füße trocken, absolut gründlich und fürsorglich, als wäre ich ihr Katzenjunges, welches sich ungezogenerweise naß gemacht hat. In der größten Sommerhitze schläft sie, die Wasserscheue par excellence, im Bad im Waschbecken – “Was hast du denn, das ist das kühlste Fleckerl im Haus!” Sie misst nicht mehr als ca. 25 cm Schulterhöhe und kann sich doch in meinem Bett dermaßen breit machen, daß ich kaum mehr Platz zum Schlafen finde.

Mittlerweile zählt sie zwölf Lenze, ist also schon eine gesetzte Katzendame, und tobt dennoch bisweilen in der Wohnung umher wie ein übermütiges Welpen. Nebst Fressen, Schlafen und mich Herumkommandieren zählt Schmusen zu ihren absoluten Lieblingsbeschäftigungen, Kuscheln, genüßlich Schnurren, Köpfchen geben. Sie ist mein Seelentröster, mein Schlafmittel, rollt sie sich in meinen Armen zusammen, fühle ich ihr dichtes, seidenweiches Fell unter meinen streichelnden Händen, vergehen Kummer, Ärger und Sorgen wie im Fluge, ich finde Ruhe, Frieden und sanfte Erholung.

Jetzt sitzt sie in meinem Rücken und späht mir über die Schulter. Ich wette, sie weiß ganz genau, daß ich über sie schreibe…

Weltkatzentag…

… Sie tasten sich auf Samtpfoten in unsere Herzen. Und schmeicheln sich schnurrend tief in unsere Seelen hinein. Mit ihren klaren, wundervollen Augen können sie bis ins Innerste unserer Wesen blicken. Sie sind bezaubernde Spielgefährten, spenden freigebig Trost, Linderung  und Liebe. Sie können Kummer und Seelenschmerzen heilen. Und sind das beste Schlafmittel der Welt. Sie sind reinlich, gelassen, bewundernswert geduldig. Sie sind klug und können berechnend sein, raffiniert und hinterlistig, so kapriziös wie eine Diva, bisweilen auch anstrengend gleich einem Quälgeist. Sie sind eigensinnig und launisch, stolz und charakterstark…

… Wenn ich eine Katze erblicke, dann sehe ich ein Stückchen Himmel, einen Stern vom Firmament, Schönheit und Liebreiz, wie sie vollkommener nicht sein können…

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Die Müßiggängerin…

… „Hmmmmm, ist das herrlich, in der wundervoll milden Sommersonne zu dösen! Und sooooo gesund! Einfach die Welt ringsum vergessen, sich entspannen, lang machen, die Krallen einziehen, die grün glänzenden Edelsteinaugen schließen, und das Köpfchen auf die Samtpfoten legen. Lass die anderen, die mit den zwei Beinen und ohne Fell rasen, hetzen, sich plagen, gieren, sich bekriegen, fahrig werden vor Nervosität, Stress und Existenzangst. Über dergleichen ist eine echte Katze von Welt doch so weit erhaben. Wir sind die wahrhaft Zivilisierten! Wir wissen um die Kunst zu leben, wir wissen, wie man voller Andacht genießt, wie man Geduld und Muße perfektioniert, sich voller Charme und ohne Mühe in die Herzen zweibeiniger Wesen schmust und schnurrt und das Leben zelebriert, Tag um Tag. Lernt von uns, es lohnt sich.“…

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Die Strandkatze von Cocoa Beach…

… Der aufkommende Ostwind wühlte in den Wassern des sanft anbrandenden Atlantiks und zerrieb die lotrecht in den Himmel ragende Spur aus Rauch und Dampf. Langsam trieben die mit Fernrohren, Feldstechern und Kameras mit dicken Teleobjektiven bewaffneten Menschenmassen auseinander. Die fühl-, ja, sogar riechbare Erregung und Ergriffenheit der Zuseher war unterlegt mit einem feinen Hauch von Trauer und Bedauern…

… „Jetzt hat sie zum letzten Mal ihren Feuerritt ins All gemacht, die gute, alte ‚Atlantis‘.“, murmelte ein schmerbäuchiger, stiernackiger Mann. Seine Frau, kleine, sehr feine Löckchen umgaben ihr Haupt einem Heiligenschein gleich, nickte mit zusammen gepressten Lippen. Sie griff nach dem Taschentuch in den Tiefen ihrer Strandhose, und wischte sich mit dem Schweiß zugleich eine Träne aus dem Augenwinkel…

… Purrley, die sich während des mit Worten nicht zu beschreibenden, wuchtigen Grollens und Donnerns der Rakete, welches sogar etliche Kilometer entfernt die Erde erbeben ließ, tief in ihr Versteck in einem undurchdringlich wuchernden Gebüsch nahe des Strandes verkrochen hatte, maß die Zweibeiner, die ihr nun die breiten Rücken zu wandten und davon stapften, mit einem sinnenden, leicht arroganten Blick. Sie schlüpfte aus ihrem Versteck, dehnte und streckte sich hingebungsvoll und wohlig gähnend, dann setzte sie sich in den warmen Sand, um mit klaren, klugen, saphirblauen Augen das Spiel der Wellen und der übermütig kreischenden Kinder zu beobachten…

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Gut getarnt…

… Schon als junges Miezchen fand die kleine Isabella, eine der halbwilden Haus- und Hofkatzen in den wunderschönen Gärten der Villa d’Este inmitten Tivolis, ihre Mutter Graziella nachahmend heraus, daß sie förmlich mit den knorrigen, gefurchten Wurzeln einer betagten, hoch aufragenden Pinie verschmolz, und so gut wie unsichtbar wurde, wenn sie sich in deren Wiege schmiegte. Ungezählte Touristen strebten, bummelten, hasteten Tag für Tag an ihr vorbei, die meisten bemerkten sie nicht. Nur manchmal blieb ein besonders aufmerksam um sich blickendes und alle Eindrücke förmlich in sich aufsaugendes Menschenkind stehen, mit einem warmen und liebevollen Lächeln die kleine, tief und fest schlummernde Mieze sacht umfangend, ohne sie zu stören…

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