Laklone – Lakritzes „Klonschwester“… ;-)

… „Huhuuuu! Ick muss euch jetzt unbedingt wat vermaunzen: Als die olle Schnecke aus München die Mama Ina in Berlin besucht hat, wollte sie unbedingt die Lakritze mitnehmen, und zwar so doll, dass die Mama dann am Bahnhof, als die olle Schnecke wieder heim jefahren ist, sogar Kofferkontrolle gemacht hat. Deshalb hat die Münchnerin dann ooch janz betüddelt drinjeguckt…

… Wat die Mama Ina aber nich mitjekriegt hat war, dass die olle Schnecke janz viel Haare von da Lakritze mitjenommen hat, die muss sie immer heimlich in da Nacht uffjesammelt habn. Und als sie wieder daheeme war, hat se sich in die Küche einjeschlossn, und ein Lapoor oder wie det heeßt uffjebaut, und die janze Nacht damit jearbeitet. Dat hat jebrodelt und jezischt, geraucht und jestunken, und uff een Mal hat det janz laut „Krawumm!“ jemacht, und denn bin icke auffem Küchentisch jehockt, icke, die Laklone, dat Klon-Schwestalein von da Lakritze…

… Die olle Schnecke behandelt mia jut, da kannste nich meckern, gibt mia viele feine Leckerlis, und streichelt mia viel – und ick mach dann ooch so’n komischen „Rollmops“ (Purzelbaum 😉 ) wie meine Schwesta, und kratz und beiss dann janz doll, wenn die Olle mia am Bauch kraulen will 😂 – aba stellt euch vor, die will, det ick Bayerisch maunzen lerne! Icke! Ne Berliner Klonkatze durch und durch! Nee, nee, nee, det kommt jar nich in die Tüte! Niemalsnienicht! – So jetzt muss ick uffhörn mit da internetten Vermaunzerei, die olle Schnecke kommt zurück! Macht et jut, bis denne, ihr Lieben!…

Die Strandkatze von Cocoa Beach…

… Der aufkommende Ostwind wühlte in den Wassern des sanft anbrandenden Atlantiks und zerrieb die lotrecht in den Himmel ragende Spur aus Rauch und Dampf. Langsam trieben die mit Fernrohren, Feldstechern und Kameras mit dicken Teleobjektiven bewaffneten Menschenmassen auseinander. Die fühl-, ja, sogar riechbare Erregung und Ergriffenheit der Zuseher war unterlegt mit einem feinen Hauch von Trauer und Bedauern…

… „Jetzt hat sie zum letzten Mal ihren Feuerritt ins All gemacht, die gute, alte ‚Atlantis‘.“, murmelte ein schmerbäuchiger, stiernackiger Mann. Seine Frau, kleine, sehr feine Löckchen umgaben ihr Haupt einem Heiligenschein gleich, nickte mit zusammen gepressten Lippen. Sie griff nach dem Taschentuch in den Tiefen ihrer Strandhose, und wischte sich mit dem Schweiß zugleich eine Träne aus dem Augenwinkel…

… Purrley, die sich während des mit Worten nicht zu beschreibenden, wuchtigen Grollens und Donnerns der Rakete, welches sogar etliche Kilometer entfernt die Erde erbeben ließ, tief in ihr Versteck in einem undurchdringlich wuchernden Gebüsch nahe des Strandes verkrochen hatte, maß die Zweibeiner, die ihr nun die breiten Rücken zu wandten und davon stapften, mit einem sinnenden, leicht arroganten Blick. Sie schlüpfte aus ihrem Versteck, dehnte und streckte sich hingebungsvoll und wohlig gähnend, dann setzte sie sich in den warmen Sand, um mit klaren, klugen, saphirblauen Augen das Spiel der Wellen und der übermütig kreischenden Kinder zu beobachten…

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Gut getarnt…

… Schon als junges Miezchen fand die kleine Isabella, eine der halbwilden Haus- und Hofkatzen in den wunderschönen Gärten der Villa d’Este inmitten Tivolis, ihre Mutter Graziella nachahmend heraus, daß sie förmlich mit den knorrigen, gefurchten Wurzeln einer betagten, hoch aufragenden Pinie verschmolz, und so gut wie unsichtbar wurde, wenn sie sich in deren Wiege schmiegte. Ungezählte Touristen strebten, bummelten, hasteten Tag für Tag an ihr vorbei, die meisten bemerkten sie nicht. Nur manchmal blieb ein besonders aufmerksam um sich blickendes und alle Eindrücke förmlich in sich aufsaugendes Menschenkind stehen, mit einem warmen und liebevollen Lächeln die kleine, tief und fest schlummernde Mieze sacht umfangend, ohne sie zu stören…

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