Die Fischerin vom Bodensee…

… So wird sie scherzhaft von den Boots- und Yachtbesitzern des Lindauer Hafens genannt. Ob sie einem bestimmten Menschen zugetan ist, kann niemand sagen. Wahrscheinlich ist sie eine heimatlose, halbwilde Streunerin, die einmal hier, einmal da Unterschlupf findet. Regelmäßig stellt sie sich an der Mole ein, wenn sich das glimmende Rund der Sonne anschickt, im bleifarbenen See zu versinken. Geduldig kauert sie sich ans Ende des metallenen Stegs und beobachtet überaus konzentriert die Fische, wie sie an der Wasseroberfläche nach den tief tanzenden Mücken schnappen. Wagt sich eines dieser schwimmenden Wesen ein wenig zu weit aus dem schützenden Nass, dann fährt plötzlich blitzschnell und wie aus heiterem Himmel eine mit messerscharfen Krallen bewehrte, den sicheren Tod bringende Katzenpranke nieder. Voller Stolz über die geglückte Jagd wird die Beute dann gepackt und in ein dunkles, sicheres Versteck getragen. Mag sein, daß dort ihre Jungen schon voller Sehnsucht auf einen Leckerbissen warten…

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2 Gedanken zu „Die Fischerin vom Bodensee…

  1. Eine Katze, „die Fischerin vom Bodensee“, zu nennen, finde ich schon sehr originell!!!
    Sie muss aber sehr reaktionsschnell sein, um aus dem Stegreif Fische zu fangen.
    Aber sicherlich wird sie im Laufe der Zeit ihre Technik so verfeinert haben, dass
    es ihr auch gelingen wird.

    Liebe Grüße von

    Elke

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