An einem brütend heissen Sommertag…

… quälte ich mich irgendwo südlich von Freising einer lehmigen, staubtrockenen, ausgefahrenen Traktorspur entlang, die sich schnurgerade durch große Kornfelder und Wiesen zog, welche bis an den Horizont zu reichen schienen. Mein Ziel war eine Linde nahe eines kleinen Gehöfts, das von einem Bachlauf umfasst wurde. Am Fuße des Baums, und im Schatten seiner üppigen, dicht belaubten Krone wollte ich eine wohl verdiente Rast einlegen…

… Plötzlich stand sie vor mir, als wäre sie aus dem Boden gewachsen, klein und zierlich, und mit glänzendem, weiß-rötlichem Langhaar angetan. Sie hielt unerschrocken den Blick ihrer bernsteinfarbenen großen Augen auf mich geheftet, und miaute unentwegt leise, es klang in etwa so, als würde ein kleines Kind ein wenig atemlos vor Eifer sein Herz ausschütten. Ich zwinkerte ihr zu und lächelte, und sprach sanft und liebevoll auf sie ein. Da schien sie Angst vor der eigenen Courage zu bekommen, ein paar geschmeidige, weite Sätze – und das hoch gewachsene Gras am Wegesrand rahmte schützend und umschmeichelnd ihr liebliches Katzengesicht ein…

miezen (1 von 1)-20

6 Gedanken zu „An einem brütend heissen Sommertag…

  1. Das ist ja ein reizendes Kätzchen, versteckt im hohen Gras. Nachdem sie sich dorthin geflüchtet hatte, war sie bestimmt der Meinung, dass sie sich nun vor der fremden Dame sicherfühlen kann.

    Liebe Grüße von

    Elke

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